Im Mittelalter galt nur der blasse Teint als schön. Um eine möglichst makellose Blässe zu erreichen, verwendete man das hoch toxische Bleiweiß, das häufig schwer heilende Abszesse der Gesichtshaut hervorrief. In der Renaissance wurde das Färben von Wangen und Lippen durch Elisabeth der I. in England und Katharina von Medici in Frankreich wieder populär. Die rote Lippenfarbe entstand aus Koschenille, einem roten Farbstoff, der aus der Koschenilleschildlaus gewonnen wurde. Im 17. Jahrhundert wurden die Schönheitspflästerchen, kleine zugeschnittene Flecken aus Leder, Seide oder Samt, sehr beliebt. Sie wurden vor allem benutzt, um die Narben auf der Haut zu verdecken, die durch die geringe Hygiene entstanden. Schminke wurde immer in neuen Schichten aufgetragen, das Reinigen des Gesichts war unüblich, es wurde lediglich mit etwas Wasser benetzt.
Der Ausdruck Kosmetik (v. griechisch: kosmos Schmuck, Anstand, Welt-/Naturordnung) bezeichnet Körper- und Schönheitspflege mittels Kosmetika, bestimmter Substanzen, die reinigend, stabilisierend, vitalisierend und deodorierend / parfümierend auf Haut, Nägel und Haare wirken. Kosmetische Wirkung wird allerdings auch mittels natürlicher Methoden und Übungen erreicht, zu den bekanntesten dürften die Kneippgüsse gehören.
Generell soll Kosmetik nicht nur verschönernd wirken, sondern mindestens ebenso das Lebensgefühl steigern und soziales Prestige ausdrücken helfen. Die Ursprünge der Kosmetik gehen nachweisbar bis in das alte Ägypten zurück.
Die Grenzen zu Wohlfühl- oder Wellnesskuren oder -mitteln sind fließend. Die direkte Übersetzung in das Englische, cosmetics (Kosmetika) verweist auf die Bedeutung der kosmetischen Substanzen, meist in Creme- oder Salbenform, für die Kosmetik.
Die Inhaltsstoffe von Produkten können zwei verschiedene Funktionen haben. Sie können eine Funktion im Produkt selber haben (wie ein Emulgator) oder eine Funktion auf den Körper.